Langsam lebe ich mich ein…

Jetzt bin ich schon seit mehr als 2 Wochen hier – ich kann es gar nicht richtig glauben. Auch die zwei Wochen „band camp“ hab ich gut überstanden und viele neue Freunde gemacht. Von Montag bis Freitag mussten wir jeden Morgen um 7.30 auf dem Footballfeld stehen und dann ging es los, acht Stunden Marschieren oder „sectionals“. In den „sectionals“ werden die Schüler in kleingruppen aufgeteilt, je nach dem was für ein instrument sie spielen. Da ich nur Klavier spiele und das relativ nutzlos in einer marching band ist, bin ich jetzt ein sogenannter „color guard“. Ich habe eine riesige Flagge in der Hand die ich die ich durch die Gegend wirbeln und werfen muss. Das macht mir eigentlich ziehmlich spaß, weil ich sehr gerne tanze. Color guard ist einfach tanzen mit einer 6 Fuß langen Stange in der Hand.

Die Leute hier sind alle unglaublich nett und ich habe schnell Freunde gefunden. Trotzdem gibt es einige Dinge hier die mich sehr aufregen! Da wäre einmal das super ungesunde Essen, frisches Obst und Gemüse ist überbewertet. -.- Außerdem fährt man überall hin mit dem Auto, auch zum 700m entfernten Pool. Sich (abgesehen vom abendlichen Training mit der Wii) zu bewegen ist anscheinend auf überbewertet und total unnötig. Das Problem dabei ist nicht nur, dass man zu wenig bewegung hat, sondern auch, dass es keine Option gibt, irgendwohin zu kommen ohne auf jemanden mit Auto angewiesen zu sein.

Eine Sache hier, von der ich selbst nicht weiß ob ich es lustig oder dumm finden soll ist das Drive In. Hier ist alles drive in. ALLES. Nicht nur Essen und Trinken sondern auch Bank, Apotheke und Kino. Am Freitag war ich in genau so einem Kino. Meine host sister Stephanie, ein Freund von mir und ich sind mit Stephanies Auto losgefahren. So ein Kino könnt ihr euch ungefähr wie einen riesigen Parkplatz mit einer noch viel riesigeren Leinwand vorstellen. Sehr oldschool aber sehr geil! Die eiden Filme, die wir uns angeguckt haben waren leider nicht so super aber es war eine tolle Erfahrung!

Letztes Wochenende hat mich ein sehr guter Freund besucht, Michael. Vor mehr als drei Jahren hat meine Familie zum ersten mal einen Gastschüler, bzw. in Michaels Fall einen Gaststudenten aufgenommen. Michael kommt aus den USA und weil das ja so ein kleines Land ist hat er auf seiner reise von Ohio nach Texas einen kleinen Umweg nach Kansas City gemacht. Es war ein sehr sehr schöner Abend und ich war wirklich traurig als wir uns am nächsten Morgen wieder verabschieden mussten. Wir hatten uns das letzte mal vor ziehmlich genau drei Jahren gesehen und ich glaube nicht, dass wir uns in den nächsten drei Jahren sehen werden.

Aber genug der Traurigkeit, ich genieße das leben mit meiner neuen Familie sehr, wir verstehen uns super und gestern habe ich meinen Stundenplan bekommen!! Ich habe unter anderem Fächer wie Psychologie, Business Management und American Government!

Soo das wars dann erstaml, ich hoffe euch gehts allen gut, in deutschland oder wo auch immer ihr grade seid,

Eure Pauline 🙂

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